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Leistung & Energie

Akkulaufzeit-Rechner

Schätze die Akkulaufzeit aus Kapazität und Last, mit realistischem Derating und Peukert-Gesetz für Blei

Gib die Akkukapazität und den mittleren Laststrom ein. Laufzeit ≈ Kapazität ÷ Last × Wirkungsgrad.

85%

Echte Akkus liefern wegen Wandlungsverlusten, Selbstentladung und Abschaltspannung weniger als ihre Nennkapazität. Etwa 85 % sind typisch.

Geschätzte Laufzeit
17 h
≈ 17 h
Ideale Laufzeit (ohne Derating)
20 h
Laststrom
200 mA

Das ist eine Schätzung

Die tatsächliche Laufzeit hängt von Entladekurve, Temperatur, Alterung, Abschaltspannung und dem realen Lastprofil ab. Nutze sie als Planungswert, nicht als Garantie.

Über dieses Tool

Dieser Akkulaufzeit-Rechner schätzt, wie lange ein Akku ein Gerät versorgt. Der Strommodus nutzt Laufzeit ≈ Kapazität ÷ Laststrom, skaliert mit einem Wirkungsgrad-(Derating-)Faktor, denn echte Zellen liefern nie ihre volle Nennkapazität: Regler- und Wechselrichterverluste, Selbstentladung, Alterung und die unbrauchbare Ladung unterhalb der Abschaltspannung zehren daran, daher sind ~85 % ein sinnvoller Standard. Der Leistungsmodus rechnet mit Watt statt Ampere — praktisch für Powerbanks und USV-Auslegung — über Energie (Wh) = Kapazität (Ah) × Spannung. Der Peukert-Modus wendet das Peukert-Gesetz an, t = H·(C/(I·H))ⁿ, das das reale Verhalten von Bleiakkus erfasst, bei denen hohe Entladeströme deutlich weniger Kapazität liefern. Li-Ion-Chemien liegen nahe am Ideal (n ≈ 1,05), ihre Peukert-Verluste sind also gering.

So geht's

  1. 1 Wähle einen Modus: Strom, Leistung (W) oder Peukert für Bleiakkus.
  2. 2 Gib die Akkukapazität ein und wähle mAh oder Ah; im Leistungsmodus zusätzlich Spannung und Leistungsaufnahme in Watt.
  3. 3 Stelle den Wirkungsgrad-(Derating-)Regler ein — etwa 85 % spiegeln typische reale Verluste wider.
  4. 4 Lies die geschätzte Laufzeit, die Energie in Wattstunden und (im Peukert-Modus) die bei diesem Strom gelieferte Kapazität.

So funktioniert es

Das einfachste Modell teilt Kapazität durch Last: Ein 2000-mAh-Akku bei 100 mA hält theoretisch etwa 2000 ÷ 100 = 20 Stunden. Multipliziert man mit einem Wirkungsgrad (etwa 0,85), sinkt das auf ~17 Stunden, um unvermeidbare Verluste abzubilden. In Leistungsgrößen entspricht die Energie in Wattstunden der Kapazität in Amperestunden mal der Pack-Spannung, und die Laufzeit ist diese Energie geteilt durch die Wattzahl. Bleiakkus brechen die einfache Regel: Ihre nutzbare Kapazität schrumpft, je mehr Strom man zieht. Das Peukert-Gesetz, t = H·(C/(I·H))ⁿ, bildet das ab — mit Nennkapazität C über eine Nennzeit H (meist 20-Stunden-Rate) und einem Exponenten n von etwa 1,1–1,3 für Bleiakkus. Beim Nennstrom liefert das Gesetz genau die Nennlaufzeit; zieht man härter, erhält man proportional weniger.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Akkulaufzeit aus mAh?

Teile die Kapazität durch den Laststrom in derselben Einheit und multipliziere mit einem Wirkungsgrad. Ein 4000-mAh-Akku, der eine 200-mA-Last speist, hält ideal etwa 4000 ÷ 200 = 20 Stunden bzw. rund 17 Stunden bei 85 % Wirkungsgrad. Verwende immer einen realistischen Durchschnittsstrom, nicht den Spitzenwert.

Warum ist die reale Laufzeit kürzer als Kapazität ÷ Last?

Weil ein Akku nie 100 % seiner Nennkapazität an dein Gerät liefert. Spannungsregler und Wechselrichter verschwenden Energie, die Zelle entlädt sich selbst, Alterung verringert die Kapazität und die Ladung unter der Abschaltspannung ist unbrauchbar. Der Wirkungsgrad-(Derating-)Faktor — standardmäßig etwa 85 % — fasst diese Verluste in einer Zahl zusammen.

Was ist das Peukert-Gesetz und wann brauche ich es?

Das Peukert-Gesetz beschreibt, wie die nutzbare Kapazität eines Bleiakkus mit steigendem Entladestrom fällt: t = H·(C/(I·H))ⁿ, wobei n der Peukert-Exponent ist (etwa 1,1–1,3 für Blei). Nutze es, wenn du einen Bleiakku schneller als seine Nennrate entlädst. Lithium-Ionen ist nahezu ideal (n ≈ 1,05), daher ist der Effekt dort klein.

Kann ich das für Drohne, Powerbank oder USV nutzen?

Ja. Für eine Drohne gibst du die Pack-Kapazität und den mittleren Strom in Ampere ein. Für Powerbank oder USV ist der Leistungsmodus einfacher: Kapazität, Spannung und die Wattzahl des Geräts eingeben, um die Laufzeit aus Wattstunden zu erhalten. Denk daran: Das Ergebnis ist eine Schätzung — die reale Laufzeit hängt von Temperatur, Lastprofil und Entladekurve ab.

Verwandte Tools und Anwendungen

Kombiniere das mit dem Ohmschen-Gesetz-Rechner, um Spannung und Leistung in den Stromzug umzurechnen, dem Reihen- & Parallel-Rechner beim Zusammenschalten von Zellen zu einem Pack und dem Drahtquerschnitt-Rechner, um die Verkabelung für diesen Strom sicher zu dimensionieren.